Fasan

Der Fasan

Steckbrief:

Name: Fasan
Lat. Name: Phasianus colchicus
Klasse: Vögel (Ordnung: Hühnervögel)
Größe: etwa so groß wie Haushühner
Gewicht: bis ca. 1,5Kg
Lebensraum: Feld (hauptsächlich) und Wald
Aussehen: Die Hähne auffallend bunt, die Hennen schlicht in Erdfarben
Nahrung: Insekten (in den ersten Lebenswochen fast ausschließlich), Sämereien, Knospen, Wurzeln, Knollen, Getreide, Eicheln etc., aber auch tierische Kost wie Schnecken, Würmer, kleine Reptilien und Ähnliches.

Je nach Witterung ist die Fortpflanzungszeit in unseren Breiten von März bis Mitte/Ende Mai. Ein Hahn verpaart sich dabei mit mehreren Hennen. Im Durchschnitt werden 8-12 Eier gelegt. Der Fasan ist ein Bodenbrüter.

Ein paar jägersprachliche Ausdrücke:

Männliches Tier: Fasan
Weibliches Tier: Henne
Jungtier: Küken
Federbüschel am Kopf: Horn
Roter Wulst um die Augen: Rose
Schwanz: Spiel (einzelne Schwanzfeder: Deichsel)

Wissenswertes über Fasane:

Noch vorwenigen Jahren war der Fasan ein gängiger Anblick bei einem Spaziergang im Feld. In nahezu jeder Region der BRD waren sie zu finden. Leider werden diese imposanten Feldhühner immer seltener. Das liegt zu großen Teilen an dem Anwachsen der Fressfeinde, da nahezu jeder Beutegreifer und Allesfresser hinter den Tieren selbst, oder ihren Gelegen/Küken her ist. Da reicht das Spektrum von Mardern über Waschbären, bis hin zu Wildschweinen. Zu diesem nicht zu unterschätzenden Punkt kommen dann noch Jahre mit ungünstiger Witterung im Frühjahr. Der schlimmste Feind ist jedoch eine Umstellung in der Landwirtschaft. Durch starken Einsatz von Pestiziden und das Kurzhalten der Randbewüchse von Feldern ist ein starker Rückgang der Insekten zu verzeichnen, die für die Aufzucht der Küken jedoch unerlässlich sind. Durch die Mahd der Randstreifen von Feldern wird häufig die Samenbildung der dort wachsenden Kräuter verhindert, was ebenfalls zu einem Mangel im Nahrungsangebot führt. Alles in Allem hat es der Fasan schwer.

In unserem Revier findet man noch einen natürlichen Bestand an Fasanen, den wir jedoch durch zusätzliche Auswilderung stärken. Die Landwirte tun ihr Möglichstes, um uns beim Schutz und Erhalt unserer Hühnerbestände zu unterstützen. Sie mähen zu vernünftigen Zeiten und minimieren den Einsatz von Herbiziden und Pestiziden. Sowohl wir als Jäger, als auch die Landwirte legen Blühwiesen und Wildäcker an, die den empfindlichen Vögeln Nahrung und Deckung bieten.

Man kann in den Abendstunden den markanten Ruf der Hähne deutlich hören. Sie stolzieren auch gerne einmal vor irgendwelchen Hecken stolz auf und ab. Leider ist das die Einladung für einen eventuell in der Nähe sitzenden Habicht, sich diesen fetten Happen nicht entgehen zu lassen.

Die Hennen mit den Küken sind allgemein wesentlich heimlicher. Das liegt zum einen an der unauffälligen Färbung, die mit der Umgebung verschmilzt, wenn sich die Tiere nicht bewegen, aber auch an deren Verhalten. Wenn man sich jedoch an bestimmten Ecken unseres Revieres ruhig verhält, kann man schon mal ein solches Trüppchen (gesperre genannt) sehen.

Um auch in der Zukunft noch Freude an diesen scheuen Wildhühnern haben zu können, auch hier wieder der Appell an die Haustierbesitzer:

Jedes Gelege, jedes Ei und jedes Küken, dass durch eine streunende Katze oder einen freilaufenden Hund zerstört/gefressen wird, ist eins zuviel! Bitte halten sie insbesondere während der Brut und Aufzuchtzeit Ihre Hunde an der Leine! Sie helfen uns dabei, ein wertvolles Wildtier in unserer Natur zu erhalten.


 

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