Fuchs

Der Fuchs

Steckbrief:

Name: Fuchs
Lat. Name: Vulpes vulpes
Klasse: Säugetiere (Ordnung: Raubtiere, Unterordnung: Hundeartige)
Größe: 60-75cm (Länge)
Gewicht: 5-8Kg
Lebensraum: Nahezu alle Lebensräume, die Nahrung bieten (Kulturfolger)
Aussehen: allgemein Rotes Fell mit buschiger Lunte (Schwanz), weißer Luntenspitze und spitzen Ohren. Farbschläge zwischen hellem Beige (Birkfuchs) und fast schwarzer Färbung (Kohlfuchs) sind möglich.
Nahrung: Allesfresser, Obst, Beeren, Insekten, Mäuse, Reptilien, Vögel, Gelege, Kaninchen, Hasen, Hühner bis hin zu Aas.

Ranzzeit (Paarungszeit) ist von Dezember bis Februar, Tragzeit 52 Tage. ! Wurf im Jahr, 3-6 Junge im Februar-März. Der Fuchs lebt in Höhlen (Bau), die tief ins Erdreich gegraben werden. In diesen Höhlen kommen auch die Jungen zur Welt. Der Fuchs lebt Polygam, jedoch ist mittlerweile belegt, dass auch der Rüde bei der Aufzucht der Welpen beteiligt ist. Wird er nicht mehr gebraucht, geht der Rüde wieder seiner Wege. Außerhalb der Paarungs- und Aufzuchtzeit leben Füchse als Einzelgänger.

 

Ein paar jägersprachliche Ausdrücke:

Männliches Tier: Fuchs oder Fuchsrüde
Weibliches Tier: Fähe
Jungtier: Welpe
Schwanz: Lunte
Pfoten: Branten
Fleck über der Schwanzwurzel: Viole
Maul: Fang

Wissenswertes über Füchse:

Der Fuchs ist ein Kulturfolger und findet selbst im Trubel unserer Großstädte eine Unterkunft und reichlich Nahrung. Füchse sind unglaublich lernfähig, daher kommen sie mit nahezu jeder Lebenssituation klar. Füchse sind seit Alters her nicht nur als Hühnerdiebe bekannt, was das Lied „Fuchs, du hast die Gans gestohlen...“ eindrucksvoll belegt. Tatsache ist, dass ein Fuchs sehr schnell lernt, wo Hühner gehalten werden und dass diese keine Fluchtmöglichkeiten haben, wenn er in den Hühnerstall eindringt. Ein Fuchs, der dabei einmal Erfolg hatte, wird die Einrichtung „Hühnerstall“ immer wieder aufsuchen, um seinen Hunger zu stillen. Er tötet jedoch nicht wahllos alles, was sich ihm bietet. Er hält z.B. einen Burgfrieden. Das bedeutet, dass er direkt am Bau und im knappen Umkreis um den Bau keine Beute macht. Das geht sogar soweit, dass er sogar Untermieter (z.B. die Brandente) in seinem Bau duldet.
Das klingt nach Jägerlatein, ist aber Tatsache... Fuchs und Ente in einem Bau!

Der Fuchs ist ein hochinteressantes Tier, dessen Beobachtung eine Menge Spaß bereiten kann. Schon allein seine Technik, Mäuse zu jagen (Mäuseln) ist sehenswert. Leider bereitet Meister Reineke nicht nur Freude. Für uns Jäger gilt es, den Bestand an Füchsen gut im Auge zu behalten, da er nicht nur für das Niederwild (Hasen, Hühner etc.) eine Gefahr darstellt, sondern auch einige Krankheiten verbreitet. In unserem Revier zählen dazu unter anderem Räude und Staupe. Der Fuchs ist auch für die Verbreitung des Fuchsbandwurmes verantwortlich, der für ihn als „geplanten“Wirt nicht tödlich ist, aber für andere Wirte, wie den Menschen, wirklich gefährlich und evtl. tödlich ist. Auch war und ist der Fuchs für die Verbreitung der Tollwut mitverantwortlich.
Ist der Bestand in einem vertretbaren Niveau, halten sich die Krankheiten in Grenzen und das Niederwild hat auch eine gute Überlebensrate.

Es ist wie mit allem, die Dosis macht das Gift! Das wusste schon Paracelsius. Es ist ein schöner Anblick, abends in der Dämmerung einen Fuchs beim Mäuseln zu beobachten. Selbst bei uns Jägern fällt da nicht gleich ein Schuss! Wenn aber durch Überbestände die Krankheiten Einzug halten, sieht man oft Füchse, die durch die Räude nahezu kein Fell mehr haben, sich kratzen und an allem reiben und scheuern, bis sie irgendwann erschöpft eingehen. Dann lieber im Vorfeld den Bestand im Auge behalten und rechtzeitig eingreifen, damit die Tiere nicht unnötig leiden müssen.


 

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