Rebhuhn

Das Rebhuhn

Steckbrief:

Name: Rebhuhn
Lat. Name: Perdix perdix
Klasse: Vögel (Ordnung: Hühnervögel)
Größe: um die 30cm
Gewicht: bis ca. 500g
Lebensraum: Feldflur, Heide, Steppe
Aussehen: schlicht in Erdfarben
Nahrung: Insekten, Sämereien, Knospen, Wurzeln, Knollen, Getreide etc., aber auch tierische Kost wie Schnecken, Würmer und Ähnliches.

Je nach Witterung ist die Fortpflanzungszeit in unseren Breiten von Mai bis Juni. Rebhühner sind zumindest 1 Jahr monogam. Das heißt, der Hahn und die Henne bleiben ein Jahr zusammen, bis sich die Kette im Frühjahr auflöst. Im Durchschnitt werden 8-20 Eier gelegt. Rebhühner legen in der Regel ein zweites Gelege an, wenn das erste zugrunde gegangen ist. Dieses Zweitgelege fällt aber dann deutlich kleiner aus als das erste Gelege. Das Rebhuhn ist ein Bodenbrüter und ein Kurzstreckenflieger. Es ist überwiegend laufend anzutreffen.

Ein paar jägersprachliche Ausdrücke:

Männliches Tier: Rebhahn
Weibliches Tier: Rebhenne
Jungtier: Küken
Gruppe Hühner: Kette (auch Volk)
Sandbad: hudern (Mulde dazu: Huderpfanne)

Wissenswertes über Rebhühner:

Das Rebhuhn ist sehr selten geworden und hat in Hessen vorläufig keine Jagdzeit. Wir Jäger haben es aber auch vorher schon geschont, da es so selten geworden ist und die Bestände gehegt und gepflegt werden müssen, anstatt sie zu bejagen.

Die Bestände leiden unter den gleichen Faktoren wie die des Fasanes. Die Insekten sind im Rückgang, was eine empfindliche Kerbe in die Nahrung der Hühner schlägt. Auch werden bei zu früher Mahd oft Gelege zerstört. Die Räuber tun ihr übriges und schlagen Hühner oder plündern die Nester.

Wir haben in unserem Revier noch mehrere Ketten dieser flinken Feldhühner und behalten diese stets im Blick. Wir versuchen ihnen das Leben zu erleichtern und füttern sie u.a. mit Getreide an bestimmten Stellen, die wir jedoch wechseln, um den Räubern keinen „Drive-In“ einzurichten, bei dem die Hühner quasi zum Verzehr Schlange stehen.

Wenn die Witterungseinflüsse gut sind und sich die Gelege gut entwickeln, kann man im Sommer Ketten mit einer Stärke von bis zu 20 Tieren entdecken. Sehr aktiv sind sie bei uns in den frühen Morgenstunden und spät nachmittags in der Dämmerung.

Der untrügliche Beweis für die Anwesenheit von Rebhühnern sind „Huderpfannen“. Das sind kleine Mulden in sandigem Boden, in denen die Hühner Sandbäder nehmen. Das hilft bei der Reinigung des Gefieders und wirkt gegen Parasiten. Die Hühner genießen diese Bäder und brauchen sie regelmäßig. Wenn man eine solche Stelle entdeckt hat, sind auch Hühner in der Nähe. Wenn man sie beobachten möchte, sollte man sich in einer angemessenen Entfernung zu diesen Huderpfannen postieren und ruhig verhalten. Man sollte sie aber nicht stören, daher die Entfernung nicht zu nah wählen!

Der jetzt folgende Satz ist exakt der gleiche, wie bei den Fasanen, da für Rebhühner die gleiche Problematik vorliegt, also bitte auch so beherzigen, wie er geschrieben steht!

Um auch in der Zukunft noch Freude an diesen scheuen Wildhühnern haben zu können, auch hier wieder der Appell an die Haustierbesitzer:

Jedes Gelege, jedes Ei und jedes Küken, dass durch eine streunende Katze oder einen freilaufenden Hund zerstört/gefressen wird, ist eins zuviel! Bitte halten sie insbesondere während der Brut und Aufzuchtzeit Ihre Hunde an der Leine! Sie helfen uns dabei, ein wertvolles Wildtier in unserer Natur zu erhalten.


 

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