Kaninchen

Das Kaninchen

Steckbrief:

Name: Kaninchen
Lat. Name: Oryctolagus cuniculus
Klasse: Säugetiere
Größe: deutlich kleiner als Feldhasen
Gewicht: etwa 1,5-2 Kg
Sozialstruktur: in Kolonien (lebt polygam)
Lebensraum: Felder, Wiesen, Wälder, Hecken, Böschungen (bevorzugt lockeres oder sandiges Erdreich)
Aussehen: grau bis graubraun
Nahrung: Pflanzenfresser (Rinde, Äste, Gräser, Kräuter etc.)

Kaninchen sind von Februar bis Oktober in der Fortpflanzungszeit und setzen in dieser Zeit zwei bis siebenmal zwischen 2 und 7 Junge. Die Tragzeit beträgt etwa 28-31 Tage.

Die Jungen kommen im Gegensatz zu Hasen nackt und blind zur Welt und sind Nesthocker.

Eine Kreuzung zwischen Hase und Kaninchen ist durch die unterschiedliche Anzahl an Chromosomen nicht möglich.

 

Ein paar jägersprachliche Ausdrücke:

Männliches Tier: Rammler
Ohren: Löffel
Augen: Seher
Schwanz: Blume

Wissenswertes über Kaninchen:

Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zum Feldhasen sind die Größe und die kürzeren Löffel ohne schwarze Enden.

Kaninchen graben recht tiefe Bauten (bis 3m), die auch mit einer Länge bis zu 50m einen großen Einzugsbereich haben. Allein durch diese Baugröße bedingt, können die Kaninchen erhebliche Schäden in Straßenböschungen anrichten. Sie gelten daher als Schädlinge. Vor allem in Parkanlagen haben sie wenige bis keine Feinde und können sich dort unglaublich vermehren. Wenn Kaninchen sich in einer Hecke richtig wohlfühlen, können sie auch im Bereich des heimischen Gartens recht üppige Schäden anrichten und zu einer Plage werden.

Durch ihre familiäre Sozialstruktur sind Kaninchenbestände regelmäßig Opfer der RHD, auch bekannt als „Chinaseuche“, oder auch der Myxomatose. Die vorwiegende Zeit für den Ausbruch dieser Krankheiten ist der Herbst. Im Herbst sind die Kornfelder abgeerntet und die Kaninchen müssen allein wegen der Deckung „enger zusammenrücken“, was die Verbreitung dieser Krankheiten natürlich begünstigt. Meist sind einige Tiere gegen die jeweilige Seuche immun, sodass sich daraus wieder ein neuer Bestand entwickeln kann. Bei der unheimlichen hohen Fortpflanzungsrate fällt es meist dem ahnungslosen Passanten nicht einmal lauf, dass eine Population bis auf wenige Tiere ausgerottet wurde und neu entstanden ist, wenn nicht gerade irgendwo ein offensichtlich krankes oder verendetes Tier aufgefunden wurde.

 

Kaninchen haben viele Feinde. Herzu zählen Wiesel, Marder und Iltisse, die alle den Vorteil haben, dass sie in den Bau eindringen können. Zu diesen Feinden kommen dann noch die größeren Vierbeiner, die nicht in den Bau kommen, aber Kaninchen ebenfalls auf der Speisekarte haben, wie z.B. Fuchs, Dachs, Waschbär, Hund und Katze. Die Beutegreifer aus der Luft sind natürlich auch noch vorhanden. Bussard, Habicht & Co. haben hier einen recht geringen Anteil, da die Kaninchen überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv sind. Hier kommen dann die größeren Eulen, u.a. der Uhu auf den Plan. Insgesamt kann das Kaninchen jeden Fleischfresser als seinen Feind ansehen. Die Kaninchen sind daher sehr wachsam. Wenn ein Kaninchen eine Gefahr entdeckt, schlägt es aufgeregt mit den Hinterläufen auf den Boden um die anderen zu warnen. Dank ihrer unglaublichen Geschwindigkeit und Reaktion, schaffen sie es oft zu entkommen.


 

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